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08.12. Halls Gap

Wir haben uns spontan entschlossen, anders als geplant, noch einen Tag hier in dem Ort zu bleiben. Es ist einfach sehr nett hier auch der YHA ist sehr schön. Eco-Standart. Für Dtld. hiesse es, sie bemühen sich ein bisschen, aber hier ist es wohl schon total eco, dass sie Photovoltatik haben, die Hünher und die "Worms" (Kompost) einen Teil des Abfalls fressen und Energiesparlampen eingedreht sind.

Heute ein bisschen im Ort mit Claudia und dem Fahrrad rumgefahren.
Aboriginal Site Cultural Center. Ziemlich beeindruckend, die Infos nicht umbedingt super neu für mich, aber der Tonfall einfach ein bisschen anders als der von Gordy im Coorang NP. Hier ging's dann auch mehr um Kultur, als um Natur. Und auch hier: Aboriginals leben nicht auf dem Land oder in dem Land, sondern mit dem Land.
Nachmittags eine Tour in den Nationalpark (Wandere immer, wenn es am heissesten ist. Und bringe möglichst kein Wasser mit.). Und das ist krass krass krass. Fast der ganze Park (ca. 20 x 60 km, schätze ich) ist dieses Jahr Januar abgebrannt. Man sieht es zwar natürlich noch und viele Road und Tracks und Wanderwege sind geschlossen. Teilweise wegen Renovierung, teilweise aber auch um die Natur zu schützen. Doch es ist unwahrscheinlich viel grün zu sehn. Auf dem Boden spriesst die Vegetation. Teilweise Farne, teilweise Doldengewächse, deren Name ich nicht kenne, Speargras, normales Gras. Der Wald ist zwar sehr hell doch total grün auf/neben pechschwarz verkohlten Ex-Bäumen aber zum größtenteil auch noch lebenden Bäumen. Den aus diesen spriessen, direkt aus der schwarzen Rinde neue Ästchen an denen schon viele (!) grüne Blätter wachsen. Total krass abgefahren. der Wald ist auch an verschiedenen Stellen verschieden stark runtergebrannt. Mancherorts ist der Boden noch von einer schwarzen Ascheschicht bedeckt. Anderenorts ist er bereits komplett von einer neuen Pflanzendecke besiedelt. Krass. Krass. Krass.

11.12.06 00:51


07.12. Adelaide - Halls Gap

Auf einen Zettel im YHA hin, fahre ich mit Claudia (TV_Redakteurin, München, 32), Kristapher (21, Vancouver) und seiner Freundin Stephanie (19, Vancouver) mit dem Wagen wieder zurück nach Melbourne.

Auch Great Ocean Route. Diesmal aber mit Abstecher über die Grampians. An der Rezeption warnen sie uns, wir sollen vorsichtig fahren wegen der Kängurus (Was soll das?).

Zuerst, the real Australia, es geht kilometerweit (und das heisst hier Hunderte!) gradeaus durch ausgetrocknete Wiesen und abergeerntete Felder.

Ein paar Reise Highlights:

- Das erstemal Linksverkehr in meinem Leben
- Die erste Alkoholkontrolle am Steuer in meinem Leben
- Das erste Buschfeuer in meinem Leben
- Die ersten Kängurus in meinem Leben

Die Leute sind ganz nett. Zuerst ist es ein bisschen wie Papa und Mama fahren mit den Kindern in den Urlaub. Nach 'ner Zeit tauen alle aber auf. Hab' schon länger kein Deutsch mehr gesprochen. Ist aber gar nicht so schlimm ;-)

Die letzten 50 Kilometer dann eine Art Rollercoaster durchs Gebirge. Nur auf und ab, links und rechts. Meistens 40 km/h. Und die Tankanzeige die ganze Zeit auf Reserve und keine menschl. Behausung (Nationalpark) weit und breit. Und es alles voll mit Kängurus. Mann kann sie fast aus dem Auto raus berühren.

But at last we survived! 

11.12.06 01:02


06.12. Adelaide

Heute chill-out-Tag. Wäsche gewaschen. Arnd gewaschen. Mit dem free-Tourist Bus einmal durch die Stadt. Weiss auch noch nicht, was ich machen soll. Vielleicht hier noch ein bisschen rumhängen, vielleicht woanders hin?

Die Stadt wirkt auf mich sehr amerikanisch. Die Strassen hier im Zentrum mindestens vierspurig, breiter als die Häuser, die max. zwei Stockwerke haben.

Dann was ganz exotisches: Die O-Bahn. Eine Betontrasse auf Stelzen auf dem Busse mit kleinen Spezialabstandhalterrädchen neben den normalen Reifen vorne im Schnelltempo aus der Stadt fahren. 100 km/h durch den Stadtwald bzw. das Torrenstal.
In der Einkaufs-Mall am Ende der Rennstrecke, dann einen Kaffee genommen und ein paar O-Bahn Fotos geschossen. Dann in die Stadt gegangen und unauffällig Fotos von Passanten geschossen.

Eigentlich alles zu viel für einen Krankheitstag. Denn die Klimaanlagen haben mich so krank gemacht, dass ich die Nase voll habe und den ganzen Tag Husten muss. Es war schon so schlimm, dass mir ein wildfremder Engländer eine Para-Medizin-Lutschtablette mit den Worten "Nehm' die, die helfen!" zu gesteckt hat.

11.12.06 00:50


04.12. Port Fairy - Robe

Verkatert geht es noch ein wenig an der Küste lang zu einem kleinen Strand mit einer top-Kantine wo ich eine Art Egg Mc Muffin esse. Hier aber nicht von McD, sondern von einem richtigen Koch gemacht.

Durch Viktorias Holzchipsfarmen über die Grenze nach Australien. Kein Foto von den Fruit Dekontamination Mülleimern gemacht, die hier an der Grenze stehen. Man darf kein Obst Gemüse was auch immer mit nach South Australia bringen, weil man Fruchtfliegen einschleppen könnte.

In der Grenzstadt Mt. Gamblier gibt es klasse "sinkholes" auf Deutsch Dolinen, d.h. aus dem Kalkstein durch CO² ausgewaschene Höhlen im Boden, die zusammengebrochen sind. In diesen haben sie Gärten. eins ist sehr gross und berühmt. Ganz toll.

Dann noch der Bllue Lake. Durch Chemikalien ist das Wasser zwar sauber und klar, aber zu dieser Jahreszeit halt sehr Blau! Sieht klasse aus.

Dann noch ein Park in einem erlöschenem Vulkan, wo man "wilde Tiere" sehen kann. Auf der Liste sind jetzt Koalas, Emus, Echindnas und wieder viele viele Vögel. Das Echidna sieht aus wie ein Igel, ist aber grösser und süsser. Verhält sich aber so. Wenn man ihm näher kömmt rollt es sich aber nicht nur zusammen, sondern versucht auch sich durch verbuddeln zu schützen.

Robe dann eigentlich enttäuschend. Es gibt eine FREE Weinprobe, aber die ist nur so Mittel. Ich kaufe trotzdem eine Flasche Wein, der auch zimelich gut und nicht zu teuer ist "Yellow Tail", gibt's auch in Dtld., allerdings nicht wegen dem Wein, sondern wegen der Tasche, die es gratis dazu gibt, kann ich zu Hause benutzen, um 6 Fl. Wein zu transp..




11.12.06 00:53


Aus Tralien? Schafe!

Quatsch.
Wenn ich jetzt sagen sollte, welches das typische Tier für 'Aus Tralien ist, ich würde sagen Kuh. Überall wo ich bisher langegefahren bin, riesige Rinderherden. Ja, es gibit auch Scahfe. Aber nur ganz wenige. Also: Wappentier Aus tralien: KUH. Woran mag dasliegen? Vielleicht, weil ich bishwer im wesentlichen durch die feuschteren Gebiete gefahren bin (obwohl die "wiesen" fast alle gelb bis braun sind). Könnte sein. Was ich aber glaube ist "urban legend". Es stimmt einfach nicht mit den Schafen basta. Obwohl sie in den Kneipen nicht selten Lamm oder sowas anbieten.

5.12.06 09:23


03.12. Apollo Bay - Port Fairy

Liebes Reistetagebuch. Heute schreibe ich für gestern, weil gestern habe ich Alkohol getrunken, dann war ich betrunken. Also:
Ganz tolle touristische Sehenswürdigkeiten an der Great Ocean Route. 12 Apostel, die Elf sind, weil einer zusammengestützt ist. London Bridge, auch zur Hälfte zusammen gebrochen und noch eine ganze Menge weiterer Fotostopps an der Küste. Sie sieht so aufregend aus, weil hier die Wellen aus der Antarktis ungebrochen gegen den Sandsteind schlagen und Erosion ungehemmt wirken kann. Vorher: Flora. Nachher: Fauna.
Nach unserem Aufbruch fahren wir in einen Regenwald, wo man Bäume kucken kann. Ist vor allem schön, weil es kühl ist. Insgesamt ist es hier aber sowieso kühler, als im Norden. Man muss erstmal drauf klarkommen, das hier alles anders rum ist. Norden ist Süden und Süden ist Norden. Deshalb ist hier auch das Meer kalt und das windige Wetter kühl. Nevertheless brennt die Sonne und ich trage meinen Hut aus Kängurubabyhautleder. Ich's auch mit Sonnenbrille versucht, aber die Kontaktlinse ist verrutscht und ich hab' sie nicht mehr wiedergefunden (no worry: nur Tageslinsen). Keine Linse, keine Brille. Mit dem Hut sehe ich natürlich total bescheuert, wie ein bloody German Tourist aus. Macht aber nix. Känguruleder ist irgendwie weicher, als Kroko oder Rind oder woraus auch immer die Hüte hier gezimmert werden, so dass es sich gelohnt hat die Tiere dafür zu schlachten, auch wenn sie noch minderjährig waren.
Nach den Fotostopps geht's dann in einen ehemaligen Vulkankrater wo Tiere frei rumlaufen, die man 'Fotografieren kann. Es ist etwas wie Fussballkärtchen sammeln und ich hab' jetzt Koala, Opposum, Vogel, Echidna (eine Art Igel mit süsser Schnauze). Die anderen haben auch Kängaroo, aber ich hab' keine gesehen. Emu hab' ich gesehen, aber nicht fotografiert. Egal. Mag sowieso keine Tiere, ausser essen.
Abends gehen wir in ein klasse, Pub, Restaurant, Drive-In-Liquor-Store, Billardschuppen alles in einem. Und das ist wirklich klasse. Ich esse Lammbraten mit Pfefferminz-Jelly. Lecker dieses Pfefferminzzeug. Paula die Schottin kann natürlich am meisten trinken, oder tut es zumindest. Dann sind nach und nach alle weg und ich muss mit dem Aus Tralier trinken. Es gibt zerquetschten Frosch irgendein komischer Schnaps mit Sahnegeschmack. In Dtld. würde wohl keiner irgendwelchen wildfremden Touristen Alkohol kaufen, oder? Natürlich muss ich dann aber auch eine Runde bezahlen. Doch der Deutsche trinkt Bier! Und nicht so perverses Zeugs.
Sehr schöner Pub, oder was immer es ist. Nur als ich dann in die Herberge komme, bin ich so betrunken, dass ich das internet, was in etwa wie ein Zigarettenautomat mit Geld reinstecken funktioniert nicht anbekomme. Am näxten Tag stellt sich heraus, dass es eh super langsam ist und das angekündigte wireless NICHT klappt. Würde ich aber auch so machen, wenn ich Internet per Zeiteinheit bazahlen liesse: Möglichst langsam und messy, damit die Leute viel Zeit vergeuden. Dann wird's halt vielleicht morgen was mit den Mails.
5.12.06 09:21


02.12. Melbourne - Apollo Bay

Ich mache eine organisierte Tour mit Wayward Busses von Melbourne nach Adelaide um die Great Ocean Route zu sehen. Kostet 345 $. Aber mit drei Übernachtungen, Frühstück und Transport hätte ich sonst wohl auch fast soviel ausgegeben. Und alleine Auto fahren stelle ich mir auch nicht so spassig vor. "Kleingruppen" sind angekündigt, doch das dann nur sieben Leute in dem 21-Personenbus sitzen, überrascht mich dann schon. Ausser dem Guide bin ich der einzige männliche Teilnehmer. Die zwei jüngeren Mitfahrerinnen stellen sich dann als Mitarbeiterinnen der Tourfirma heraus. Um den Bus voll zu machen? Kaffeekränzchen.
Kommen aus allen möglichen Ländern. Ausser der Kroatin, England, Scotland, Australien, Canada, USA. Muss mich dann doch von meiner Taktik nur mit Leuten zu reden, die ein Geschäft mit mir machen wollen, verabschieden. Scheinbar hat die englische Sprache zweitausend mal mehr Audrücke für "ganz gut" als Deutsch. Dafür ist "fair", was ich ja bisher mit einem neutralem "so Mittel" übersetzt hätte, offensichtlich schon deutlich abwertend.
Zu den Fakten: Wir fahren das erste Drittel die sogenannte "Surfers Coast". Klingt ganz logisch, muss man aber erstmal drauf kommen: Die Surferküste ist natürlich der rauhe, unwirkliche Teil, wo's hohe Wellen hat. Ich find's ganz "fair"! Wir machen ein paar Fotosstopps, fast ein wenig von dem Guide gedrängt. Aber die Gegend ist schon besser, als das Rheinland, das ja.
Wir machen eine Art Kennenlernspiel im Bus mit "hot seat" neben dem Fahrer, wo man seinen Namen sagen muss, warum man Australien super findet, was man noch sehen will, was noch superer ist und welches australische Tier man am Allerbesten findet (in wahrheit, welches man am liebsten noch ansehen will). Ich sage natürlich Krokodil, erkläre aber den Insiderwitz (BDA-Broschüre) gleich. Dafür, dass ich fast der einzige nicht native speaker bin schlage ich mich ganz wacker.
Und das ist im Ausland immer gleich: bezüglich der eigenen Sprachfähigkeiten wird man immer angelogen. Ich merke, dass ich fast nichts von dem, was ich ausdrücken will auch ausdrücken kann. Ich kann zwar 'ne Flasche Wein kaufen, warum ich jetzt den Merlot dem Cabernet Sauvignon (hier auch "Capso" vorziehe, obwohl ich prinzipiell beide mag ... . Vergiss es! Hört sich grauslich an.
Aber mal ehrlich: Ich würde 'nem Ausländer auch nicht sagen, dass er scheisse Deutsch spricht. Erzähle ihm dann immer, dass mein Vater nach 40 Jahren immer noch kein Deutsch kann.

Die zwei weiteren Drittel heissen dann Shipwreck Coast und Limestone Coast. Da werden wir dann auch die touristisch bedeutsamen Sachen sehen.

Heute schon mal touristisch bedeutsam wilde Koalas in Bäumen gesehen, bzw. mit dem Bus dran vorbeigekommen. Did you know: Auf jeden wilden Koala kommen statistisch 4,1 Touristen, die ihn beobachten und 2,6 Digitalkameras. Aber sie arbeiteten dran, hab' ich gestern im Fernsehen gesehen: Von MB Digitalkameras für Kleinkinder, unkaputtbares Plastik und 36 graits Fotoentwicklungen für 97$.

Höre das erste seit längerem heute wieder deutsche Musik Rammstein, Guano Apes, Heiter bis wolkig und noch was, wo ich den Namen schon wieder vergessen habe. Habe ich die ganzen Tage aber gar nicht vermisst. Genauso wenig, wie Bier. So isses halt.
5.12.06 09:19


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