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Fr. 01.12. Melbourne

Endlich, das erste offene Netzwerk Australiens.

Ich sitze in einem Pub in der City und trinke das erst vierte oder fünfte Bier Australiens. Das Wetter und die ganze Umgebung macht irgendwie mehr Bock auf Wasser als auf Alkohol.

Habe heute morgen auf dem Markt eine geräucherte Regenbogenforelle gekauft und mehr als zur Hälfte aufgegessen. SUPER! Meine Finger riechen immer noch. Macht aber nix. Ich liebe Fisch.

So ein Pub ist schon interessant. Man kauft sein Getränk an der Theke. Bier ist fast ausschliesslich Flaschenbier. Es gibt auch grosse Flaschen und Gläser dazu. Man kann an Holztischen und -bänken sitzen. Aber auch in Sofas. Das Licht ist starkt gedimmt. Kamera sagt 1/2 s Belichtungszeit. Ein Pooltisch scheint auch dazuzugehören. Musik scheint vom DJ-Tisch vom Band zu kommen. Doch offensichtliche Gäste gehen auch manchmal hin. Stellen aber nur leiser oder lauter.
Ich rede natürlich nicht mit Einheimischen, (die mir nix verkaufen wollen)!

Im Hafen lag vorhin ein NGO-Schiff. Sie wollen japanische Seeterroristen am Walmord hindern. Ich habe ihnen Geld gegeben.
http://www.seashepherd.org



 

 

1.12.06 07:55


05.12. Adelaide

In Adelaide angekommen. Es ist heiss, heiss, heiss! Robbie Williams spielt, ich geh nicht hin. Und die Ashes laufen. Cricket. Versteh ich nicht, will ich nicht, aber deshalb 6er Dorm statt 4er Dorm. Geld teilw. zurück und gratis Frühstück.
5.12.06 09:16


HARD YAKKA

Da hab' ich mir auf dem Markt doch noch was verrücktes gekauft. Eine kurze Arbeitshose in etwa so, wie die kurzen Hosen, die die UPS-Typen immer tragen. Nur nicht in Babykotfarbe, sondern schwarz natürlich. Aus "Hard Yakka", dem angeblich stabilsten Stoff der Welt. "There's nothing like Hard Yakka!"
5.12.06 09:17


Comics

Die australischen Comics waren nur so mittel. Wie ich auch schon erwartet habe. Mehr amerikanischer Stil. Viel Detektive, Cowboys, Superhelden, niedliche Tierchen, nicht wirklich Disney, aber davon inspiriert, ... . Einige Sachen auch überraschend, z.B. Anfang der 50er sehr populär Piratencomics.
Mir persönlich haben natürlich die Independentsachen aus den 80ern und die modernen aufwändiger kolorierten Dinge gefallen.
Die Austtelung hatte auch ein zwei gute Gimmicks. Man konnte "Vergrößerungsgläser" benutzen, die aber keine waren, sondern nur Ringe mit Griff, die man sich vor's Gesicht hielt. Titelblätter wurden auf einen Tisch projiziert und man konnte "weiter klicken" indem man auf eine präparierte Stelle auf den Tische klopfte.

Zusammenfassend: Bruxelles mit den Klassikern war definitv am besten, obwohl ich die grösstenteils französischen Texte kaum verstand, dann Manga, schon speziell aber in Teilen sehr anspruchsvoll und ausgefeilt, den amerikan./austral. Sachen merkt man dann für meinen Geschmack zu sehr die schnelle Feder an, wobei, sie teilw. einen ganz netten Humor haben.
5.12.06 09:18


02.12. Melbourne - Apollo Bay

Ich mache eine organisierte Tour mit Wayward Busses von Melbourne nach Adelaide um die Great Ocean Route zu sehen. Kostet 345 $. Aber mit drei Übernachtungen, Frühstück und Transport hätte ich sonst wohl auch fast soviel ausgegeben. Und alleine Auto fahren stelle ich mir auch nicht so spassig vor. "Kleingruppen" sind angekündigt, doch das dann nur sieben Leute in dem 21-Personenbus sitzen, überrascht mich dann schon. Ausser dem Guide bin ich der einzige männliche Teilnehmer. Die zwei jüngeren Mitfahrerinnen stellen sich dann als Mitarbeiterinnen der Tourfirma heraus. Um den Bus voll zu machen? Kaffeekränzchen.
Kommen aus allen möglichen Ländern. Ausser der Kroatin, England, Scotland, Australien, Canada, USA. Muss mich dann doch von meiner Taktik nur mit Leuten zu reden, die ein Geschäft mit mir machen wollen, verabschieden. Scheinbar hat die englische Sprache zweitausend mal mehr Audrücke für "ganz gut" als Deutsch. Dafür ist "fair", was ich ja bisher mit einem neutralem "so Mittel" übersetzt hätte, offensichtlich schon deutlich abwertend.
Zu den Fakten: Wir fahren das erste Drittel die sogenannte "Surfers Coast". Klingt ganz logisch, muss man aber erstmal drauf kommen: Die Surferküste ist natürlich der rauhe, unwirkliche Teil, wo's hohe Wellen hat. Ich find's ganz "fair"! Wir machen ein paar Fotosstopps, fast ein wenig von dem Guide gedrängt. Aber die Gegend ist schon besser, als das Rheinland, das ja.
Wir machen eine Art Kennenlernspiel im Bus mit "hot seat" neben dem Fahrer, wo man seinen Namen sagen muss, warum man Australien super findet, was man noch sehen will, was noch superer ist und welches australische Tier man am Allerbesten findet (in wahrheit, welches man am liebsten noch ansehen will). Ich sage natürlich Krokodil, erkläre aber den Insiderwitz (BDA-Broschüre) gleich. Dafür, dass ich fast der einzige nicht native speaker bin schlage ich mich ganz wacker.
Und das ist im Ausland immer gleich: bezüglich der eigenen Sprachfähigkeiten wird man immer angelogen. Ich merke, dass ich fast nichts von dem, was ich ausdrücken will auch ausdrücken kann. Ich kann zwar 'ne Flasche Wein kaufen, warum ich jetzt den Merlot dem Cabernet Sauvignon (hier auch "Capso" vorziehe, obwohl ich prinzipiell beide mag ... . Vergiss es! Hört sich grauslich an.
Aber mal ehrlich: Ich würde 'nem Ausländer auch nicht sagen, dass er scheisse Deutsch spricht. Erzähle ihm dann immer, dass mein Vater nach 40 Jahren immer noch kein Deutsch kann.

Die zwei weiteren Drittel heissen dann Shipwreck Coast und Limestone Coast. Da werden wir dann auch die touristisch bedeutsamen Sachen sehen.

Heute schon mal touristisch bedeutsam wilde Koalas in Bäumen gesehen, bzw. mit dem Bus dran vorbeigekommen. Did you know: Auf jeden wilden Koala kommen statistisch 4,1 Touristen, die ihn beobachten und 2,6 Digitalkameras. Aber sie arbeiteten dran, hab' ich gestern im Fernsehen gesehen: Von MB Digitalkameras für Kleinkinder, unkaputtbares Plastik und 36 graits Fotoentwicklungen für 97$.

Höre das erste seit längerem heute wieder deutsche Musik Rammstein, Guano Apes, Heiter bis wolkig und noch was, wo ich den Namen schon wieder vergessen habe. Habe ich die ganzen Tage aber gar nicht vermisst. Genauso wenig, wie Bier. So isses halt.
5.12.06 09:19


03.12. Apollo Bay - Port Fairy

Liebes Reistetagebuch. Heute schreibe ich für gestern, weil gestern habe ich Alkohol getrunken, dann war ich betrunken. Also:
Ganz tolle touristische Sehenswürdigkeiten an der Great Ocean Route. 12 Apostel, die Elf sind, weil einer zusammengestützt ist. London Bridge, auch zur Hälfte zusammen gebrochen und noch eine ganze Menge weiterer Fotostopps an der Küste. Sie sieht so aufregend aus, weil hier die Wellen aus der Antarktis ungebrochen gegen den Sandsteind schlagen und Erosion ungehemmt wirken kann. Vorher: Flora. Nachher: Fauna.
Nach unserem Aufbruch fahren wir in einen Regenwald, wo man Bäume kucken kann. Ist vor allem schön, weil es kühl ist. Insgesamt ist es hier aber sowieso kühler, als im Norden. Man muss erstmal drauf klarkommen, das hier alles anders rum ist. Norden ist Süden und Süden ist Norden. Deshalb ist hier auch das Meer kalt und das windige Wetter kühl. Nevertheless brennt die Sonne und ich trage meinen Hut aus Kängurubabyhautleder. Ich's auch mit Sonnenbrille versucht, aber die Kontaktlinse ist verrutscht und ich hab' sie nicht mehr wiedergefunden (no worry: nur Tageslinsen). Keine Linse, keine Brille. Mit dem Hut sehe ich natürlich total bescheuert, wie ein bloody German Tourist aus. Macht aber nix. Känguruleder ist irgendwie weicher, als Kroko oder Rind oder woraus auch immer die Hüte hier gezimmert werden, so dass es sich gelohnt hat die Tiere dafür zu schlachten, auch wenn sie noch minderjährig waren.
Nach den Fotostopps geht's dann in einen ehemaligen Vulkankrater wo Tiere frei rumlaufen, die man 'Fotografieren kann. Es ist etwas wie Fussballkärtchen sammeln und ich hab' jetzt Koala, Opposum, Vogel, Echidna (eine Art Igel mit süsser Schnauze). Die anderen haben auch Kängaroo, aber ich hab' keine gesehen. Emu hab' ich gesehen, aber nicht fotografiert. Egal. Mag sowieso keine Tiere, ausser essen.
Abends gehen wir in ein klasse, Pub, Restaurant, Drive-In-Liquor-Store, Billardschuppen alles in einem. Und das ist wirklich klasse. Ich esse Lammbraten mit Pfefferminz-Jelly. Lecker dieses Pfefferminzzeug. Paula die Schottin kann natürlich am meisten trinken, oder tut es zumindest. Dann sind nach und nach alle weg und ich muss mit dem Aus Tralier trinken. Es gibt zerquetschten Frosch irgendein komischer Schnaps mit Sahnegeschmack. In Dtld. würde wohl keiner irgendwelchen wildfremden Touristen Alkohol kaufen, oder? Natürlich muss ich dann aber auch eine Runde bezahlen. Doch der Deutsche trinkt Bier! Und nicht so perverses Zeugs.
Sehr schöner Pub, oder was immer es ist. Nur als ich dann in die Herberge komme, bin ich so betrunken, dass ich das internet, was in etwa wie ein Zigarettenautomat mit Geld reinstecken funktioniert nicht anbekomme. Am näxten Tag stellt sich heraus, dass es eh super langsam ist und das angekündigte wireless NICHT klappt. Würde ich aber auch so machen, wenn ich Internet per Zeiteinheit bazahlen liesse: Möglichst langsam und messy, damit die Leute viel Zeit vergeuden. Dann wird's halt vielleicht morgen was mit den Mails.
5.12.06 09:21


Aus Tralien? Schafe!

Quatsch.
Wenn ich jetzt sagen sollte, welches das typische Tier für 'Aus Tralien ist, ich würde sagen Kuh. Überall wo ich bisher langegefahren bin, riesige Rinderherden. Ja, es gibit auch Scahfe. Aber nur ganz wenige. Also: Wappentier Aus tralien: KUH. Woran mag dasliegen? Vielleicht, weil ich bishwer im wesentlichen durch die feuschteren Gebiete gefahren bin (obwohl die "wiesen" fast alle gelb bis braun sind). Könnte sein. Was ich aber glaube ist "urban legend". Es stimmt einfach nicht mit den Schafen basta. Obwohl sie in den Kneipen nicht selten Lamm oder sowas anbieten.

5.12.06 09:23


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